Energieeffizient Bauen und Sanieren mit KfW-Kreditförderung

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Das KfW-Energieeffizienzprogramm - Energieeffizient Bauen und Sanieren unterstützt Einzelmaßnahmen an gebäudetechnischen Anlagen zur Verbesserung der Energieeffizienz an bestehenden gewerblichen Nichtwohngebäuden.

Das Förderprogramm Energieeffizient Bauen und Sanieren der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - Programmnummer 276 bei Neubauten, 277 bei Sanierungen und 278 bei Einzelmaßnahmen - dient der zinsgünstigen langfristigen Finanzierung von Maßnahmen zur deutlichen Energieeinsparung und Reduzierung der CO2-Emissionen bei bestehenden gewerblichen Gebäuden in Deutschland. Der Zinssatz wird in den ersten 10 Jahren der Kreditlaufzeit aus Bundesmitteln verbilligt. In den meisten Verwendungszwecken werden die Vorhaben zudem mit Tilgungszuschüssen des Bundes unterstützt. Das Programm wendet sich u. a. an in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden. Für Vorhaben im Ausland gilt, auch Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen und Joint Ventures mit maßgeblicher deutscher Beteiligung im Ausland sind förderfähig.

Förderfähige Maßnahmen umfassen Einbau, Austausch oder Optimierung raumluft- und klimatechnischer Anlagen inkl. Wärme-/Kälterückgewinnung und Abwärmenutzung dar.

 

Erstinstallation/ Erneuerung von Lüftungsanlagen

Einbau bedarfsgeregelter Zu- und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung, die sensorisch geregelt werden (CO2, Mischgas, Luftfeuchte oder VOC). Die eingebauten Raumlufttechnischen-Geräte müssen mindestens den Anforderungen nach Anhang III Nummer 2 der Verordnung (EU) Nr. 1253/2014 vom 7. Juli 2014 entsprechen. Die Anlage muss so ausgelegt sein, dass bei Auslegungsvolumenstrom die

auf das Fördervolumen bezogene elektrische Ventilatorleistung je Ventilator den Grenzwert der Kategorie SFP 3 nach DIN EN 13779 nicht überschreitet (Validierungslastbedingung).

 

Austausch von Komponenten in bestehenden Lüftungsanlagen

Einbau drehzahlgeregelter Ventilatoren mit einem Effizienzgrad gemäß Anlage IV Tabelle 1 der Verordnung (EU) Nr. 327/2011

 

Einbau von RLT-Geräten, die mindestens den Anforderungen nach Anhang III Nummer 1 der Verordnung (EU) Nr. 1253/2014 vom 7. Juli 2014 entsprechen.

 

Technische Mindestanforderungen

  • Einbau energieeffizienter, drehzahlgeregelter Motoren der Effizienzklasse
    IE 2 oder besser nach Verordnung (EG) Nr. 640/2009 oder Nachrüstung von Frequenzumformern zur stufenlosen Regelung von Bestandsmotoren
  • Erneuerung und Instandsetzung von Luftleitungen zur Erreichung mindestens der Dichtheitsklasse B nach DIN EN 15727:2010- 10
  • Einbau einer Wärmerückgewinnung, die mindestens der Klassifizierung H2 nach DIN EN 13053:2007-11 entspricht
  • Reduzierung der Wärmeverluste durch nachträgliche Wärmedämmung der Außen- und Fortluftleitungen bei Innenaufstellung oder der Zu- und Abluftleitungen bei Außenaufstellung (dmin ≥ 6 cm; λBW = 0,035 W/(mK) oder gleichwertig)

 

Erforderliche und aufzubewahrende Nachweise

  • Herstellernachweis zu den anlagenspezifischen Kenndaten
  • bei Ersteinbau, umfassender Erneuerung der Gesamtanlage oder Austausch des Ventilators: Bericht zur Übergabe der Anlage nach DIN EN 12599:2013-01 Abschnitt 9
  • bei Erneuerung der Luftleitungen: Protokoll der Messung des Leckluftstroms nach DIN EN 12599: 2013-01 Abschnitt D-8

 

Informationen zum Förderprogramm Energieeffizient Bauen und Sanieren finden Interessierte auf der Seite der KfW.